Zodiakalband

Zodiakalband bezeichnet einen schwachen, diffusen Leuchtstreifen, der sich entlang der Ekliptik rund um den gesamten Nachthimmel erstreckt. Es verbindet die beiden Kegel des Zodiakallichts miteinander und schließt das Gegenlicht, den sogenannten Gegenschein, ein. Das Zodiakalband bildet damit zusammen mit dem Zodiakallicht und dem Gegenschein ein zusammenhängendes Phänomen der Lichtstreuung an interplanetarem Staub.

Die Ursache liegt in feinen Staubpartikeln, die sich hauptsächlich in der Ebene des Sonnensystems - der Ekliptikebene - konzentrieren. Dieser Staub stammt vorwiegend aus dem Zerfall von Kometen und aus Kollisionen zwischen Asteroiden. Er streut das Sonnenlicht in alle Richtungen, wodurch der Leuchtsaum entsteht.

Das Zodiakalband ist außerordentlich lichtschwach und daher nur unter sehr dunklem, mondlosem Himmel fernab jeder Lichtverschmutzung sichtbar. Fotografisch lässt es sich unter guten Bedingungen mit modernen Digitalkameras erfassen. Für das bloße Auge bleibt es selbst unter optimalen Bedingungen eine Herausforderung. Beobachter in niedrigen geografischen Breiten, etwa in den Tropen, haben aufgrund der steileren Lage der Ekliptik zum Horizont oft bessere Bedingungen als Beobachter in mittleren Breiten. Das Zodiakalband ist ein eindrucksvoller Beleg für die flache Struktur unseres Sonnensystems.