Gegenschein

Gegenschein bezeichnet ein schwaches, diffuses Leuchten am Nachthimmel, das im Gegenpunkt der Sonne erscheint, also an der Stelle der Ekliptik, die der Sonne von der Erde aus gesehen genau gegenüberliegt. Es ist eine Erscheinung des interplanetaren Staubes.

Der Gegenschein entsteht durch Rückstreuung des Sonnenlichts an Staubpartikeln außerhalb der Erdbahn. Im Gegenpunkt blickt der Beobachter in dieselbe Richtung, in die das Sonnenlicht fällt, und sieht die Staubkörner voll beleuchtet. Da ihre Schatten direkt hinter den Teilchen liegen und verdeckt sind, erscheint dieser Bereich etwas heller als die Umgebung - ein Effekt, der als Oppositionseffekt bezeichnet wird.

Der Gegenschein zeigt sich als ovaler, schwacher Lichtfleck von etwa 10 Grad Durchmesser, der entlang der Ekliptik etwas länger gestreckt sein kann. Seine Flächenhelligkeit liegt nur knapp über dem Hintergrundleuchten des Nachthimmels. Er ist ausschließlich unter außergewöhnlich dunklem Himmel ohne Mondlicht und Lichtverschmutzung mit bloßem Auge zu sehen.

Der Gegenschein ist mit dem Zodiakallicht verwandt: Beide entstehen an derselben interplanetaren Staubwolke, die sich nahe der Ekliptikebene konzentriert. Bei sehr günstigen Bedingungen sind Zodiakallicht, Gegenschein und das verbindende, sehr schwache Zodiakalband in einer einzigen Nacht sichtbar.