Zodiakallicht

Zodiakallicht bezeichnet ein diffuses, kegelförmiges Leuchten, das entlang der Ekliptik in der Verlängerung der Sonnenrichtung am Nachthimmel erscheint. Es ist nach dem Tierkreis (Zodiak) benannt und entsteht durch die Streuung des Sonnenlichts an feinen Staubpartikeln in der Ebene des Sonnensystems. Das Zodiakallicht ist morgens vor dem Aufgang und abends nach dem Untergang der Sonne als blasser, dreieckiger Lichtschein am Horizont erkennbar.

Die Staubteilchen, die dieses Phänomen erzeugen, haben typische Durchmesser im Bereich von etwa einem bis zu einigen hundert Mikrometern, wobei der für das Leuchten maßgebliche Anteil bei rund 10 bis 100 Mikrometern liegt. Sie konzentrieren sich im inneren Sonnensystem und stammen aus Kometenmaterial sowie aus Trümmern von Asteroidenkollisionen. Modellrechnungen zufolge liefern kurzperiodische Kometen der Jupiterfamilie den größten Anteil, wohl über 85 Prozent; eine Studie auf Basis von Messungen der Raumsonde Juno schlug dagegen den Mars als wichtige Staubquelle vor.

Für die Beobachtung sind dunkle, mondlose Nächte notwendig. In den Tropen und Subtropen steht die Ekliptik steil zum Horizont, was das Zodiakallicht dort besonders eindrucksvoll macht und einen deutlichen Lichtkegel erzeugt. In Mitteleuropa ist es am besten im Februar und März nach Sonnenuntergang sowie im Oktober und November vor Sonnenaufgang sichtbar. Das Zodiakalband verbindet den abendlichen und den morgendlichen Kegel über den gesamten Himmel.