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Finsternisse: Sonnenfinsternis und Mondfinsternis

Die nächste in Deutschland sichtbare Sonnenfinsternis ist die totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027. In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 32 % (Hamburg) und 50 % (München). In Frankfurt am Main: Beginn 10:08 MESZ, Maximum 11:08 MESZ (Größe 0,54, Bedeckung 45 %), Ende 12:11 MESZ.

Die nächste Mondfinsternis mit sichtbarer Kernschattenphase in Deutschland ist die partielle Mondfinsternis am 12. Januar 2028. In Deutschland vollständig sichtbar, der Mond steht während aller Phasen über dem Horizont.

Das Finsternis-Archiv umfasst 121 Finsternisse von 2004 bis 2030: 60 Sonnenfinsternisse und 61 Mondfinsternisse mit Kenndaten aus dem NASA-Katalog (Typ, Saros, Gamma, Größe, Dauer), Zeiten in UTC und MEZ/MESZ und der Sichtbarkeit in Frankfurt, Hamburg, Berlin und München.

Nächste in Frankfurt sichtbare Finsternis

Totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027

Montag, 2. August 2027, 11:08 MESZ

Frankfurt: Beginn 10:08 MESZ, Maximum 11:08 MESZ (Größe 0,54, Bedeckung 45 %), Ende 12:11 MESZ

☀ Nur mit Sonnenfinsternisbrille nach ISO 12312-2 beobachten, normale Sonnenbrillen schützen nicht

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Kommende Finsternisse in Deutschland

Alle noch bevorstehenden Finsternisse im Archiv, von denen in Deutschland mindestens eine Phase zu sehen ist. Ortszeiten für Frankfurt am Main in MEZ/MESZ; Details zu Hamburg, Berlin und München stehen auf der jeweiligen Seite.

Datum Art Sichtbarkeit in Deutschland Frankfurt am Main
20. Februar 2027 Halbschatten-Mondfinsternis In Deutschland vollständig sichtbar, als Halbschattenfinsternis aber nur als schwache Abdunklung des Mondrandes erkennbar. vollständig sichtbar
2. August 2027 Totale Sonnenfinsternis In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 32 % (Hamburg) und 50 % (München). Beginn 10:08 MESZ, Maximum 11:08 MESZ (Größe 0,54, Bedeckung 45 %), Ende 12:11 MESZ
12. Januar 2028 Partielle Mondfinsternis In Deutschland vollständig sichtbar, der Mond steht während aller Phasen über dem Horizont. vollständig sichtbar
26. Januar 2028 Ringförmige Sonnenfinsternis In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 6 % (Hamburg) und 23 % (Frankfurt). Die Sonne geht in Frankfurt, Hamburg und München noch verfinstert unter. In Berlin nicht sichtbar. Beginn 16:40 MEZ, größte sichtbare Phase bei Sonnenuntergang (Größe 0,35, Bedeckung 23 %), Sonnenuntergang verfinstert um 17:08 MEZ
6. Juli 2028 Partielle Mondfinsternis In Deutschland teilweise sichtbar. Partielle Phase: teilweise in München, nicht in Frankfurt, Hamburg und Berlin. Mondaufgang in Frankfurt 21:38 MESZ. Mondaufgang 21:38 MESZ während der Halbschattenphase, partielle Phase nicht sichtbar (teils in der Dämmerung)
31. Dezember 2028 Totale Mondfinsternis In Deutschland teilweise sichtbar, die Totalität ist vollständig zu sehen. Mondaufgang in Frankfurt 16:22 MEZ. Mondaufgang 16:22 MEZ während der partiellen Phase, Totalität vollständig sichtbar (teils in der Dämmerung)
12. Juni 2029 Partielle Sonnenfinsternis In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 2 % (München) und 10 % (Hamburg). Die Sonne geht in allen vier Städten bereits verfinstert auf. Sonnenaufgang verfinstert um 05:16 MESZ, größte sichtbare Phase bei Sonnenaufgang (Größe 0,11, Bedeckung 4 %), Ende 05:28 MESZ
26. Juni 2029 Totale Mondfinsternis In Deutschland teilweise sichtbar, die Totalität ist nur zum Teil zu sehen. Monduntergang in Frankfurt 05:22 MESZ. Monduntergang 05:22 MESZ während der Totalität, Totalität teilweise sichtbar (teils in der Dämmerung)
20. Dezember 2029 Totale Mondfinsternis In Deutschland vollständig sichtbar, der Mond steht während aller Phasen über dem Horizont. vollständig sichtbar
1. Juni 2030 Ringförmige Sonnenfinsternis In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 52 % (Hamburg) und 62 % (München). Beginn 06:18 MESZ, Maximum 07:18 MESZ (Größe 0,66, Bedeckung 57 %), Ende 08:23 MESZ
15. Juni 2030 Partielle Mondfinsternis In Deutschland teilweise sichtbar, die partielle Phase ist nur zum Teil zu sehen. Mondaufgang in Frankfurt 21:29 MESZ. Mondaufgang 21:29 MESZ während der partiellen Phase, partielle Phase teilweise sichtbar (teils in der Dämmerung)
9. Dezember 2030 Halbschatten-Mondfinsternis In Deutschland vollständig sichtbar, als Halbschattenfinsternis aber nur als schwache Abdunklung des Mondrandes erkennbar. vollständig sichtbar

Alle Finsternisse 2004 bis 2030

Jede Sonnenfinsternis und jede Mondfinsternis hat eine eigene Seite mit Verlauf, Zentralzone, Kontaktzeiten weltweit und der Sichtbarkeit in vier deutschen Städten. Der Hinweis „in D sichtbar“ markiert Finsternisse, die in Deutschland zu sehen sind.

Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis ist nur bei Neumond möglich. Dann steht der Mond zwischen Sonne und Erde, und sein Schatten fällt auf die Erdoberfläche. Der Mondschatten besteht aus zwei Teilen: Im Kernschatten des Mondes ist die Sonnenscheibe vollständig verdeckt, im Halbschatten nur teilweise. Der Kernschatten trifft die Erde nur in einem schmalen Streifen, der Totalitätszone oder dem Finsternispfad. Bei den totalen Sonnenfinsternissen im Archiv ist dieser Streifen zwischen 90 und 463 km breit. Der Halbschatten überdeckt dagegen ein viel größeres Gebiet, dort ist die Finsternis partiell.

Dass der Mond die Sonne überhaupt ganz bedecken kann, liegt an einem Zufall der Größenverhältnisse: Die Sonne ist rund 400-mal so groß wie der Mond, aber auch rund 400-mal so weit entfernt. Beide erscheinen am Himmel deshalb etwa gleich groß, mit einem Durchmesser von rund einem halben Grad. Weil die Bahnen von Mond und Erde elliptisch sind, schwankt das Größenverhältnis ein wenig, und davon hängt ab, welche Art von Sonnenfinsternis entsteht.

Arten der Sonnenfinsternis

  • Totale Sonnenfinsternis: Der Mond verdeckt die Sonne vollständig. Während der Totalität wird es dämmrig, helle Sterne und Planeten erscheinen, und die Sonnenkorona wird sichtbar. Im Archiv: 16.
  • Ringförmige Sonnenfinsternis: Der Mond steht nahe seiner Erdferne (Apogäum) und erscheint etwas kleiner als die Sonne. Um die dunkle Mondscheibe bleibt ein heller Ring stehen. Im Archiv: 19.
  • Hybride Sonnenfinsternis: Entlang des Pfads ist die Finsternis teils total, teils ringförmig, weil sich der Abstand zwischen Mond und Erdoberfläche durch die Erdkrümmung ändert. Im Archiv: 3.
  • Partielle Sonnenfinsternis: Nur der Halbschatten trifft die Erde, der Kernschatten verfehlt sie. Der Mond bedeckt die Sonne überall nur teilweise. Im Archiv: 22.

Auch bei einer totalen oder ringförmigen Finsternis sieht der größte Teil der Erde, auf dem die Finsternis überhaupt sichtbar ist, nur eine partielle Sonnenfinsternis. So ist in Deutschland seit der totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 bis zum 3. September 2081 keine totale Sonnenfinsternis zu sehen; in diesem Zeitraum erreichen das Land nur partielle Phasen. Im Archiv sind 13 der 60 Sonnenfinsternisse in Deutschland zumindest teilweise sichtbar.

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Eine Mondfinsternis ereignet sich bei Vollmond. Dann steht die Erde zwischen Sonne und Mond, und der Mond wandert durch den Erdschatten. Anders als eine Sonnenfinsternis ist eine Mondfinsternis von der gesamten Nachtseite der Erde aus gleichzeitig zu sehen, überall dort, wo der Mond über dem Horizont steht. Sie dauert länger und ist mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop gefahrlos zu beobachten.

Arten der Mondfinsternis

  • Totale Mondfinsternis: Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Er verschwindet meist nicht, sondern leuchtet kupfer- bis dunkelrot, weil die Erdatmosphäre rotes Sonnenlicht in den Schatten bricht, während blaues Licht gestreut wird. Im Archiv: 24.
  • Partielle Mondfinsternis: Nur ein Teil der Mondoberfläche liegt im Kernschatten, der Rest im Halbschatten. Im Archiv: 16.
  • Halbschatten-Mondfinsternis: Der Mond durchquert nur den Bereich des Halbschattens. Die Abdunklung ist schwach und mit bloßem Auge kaum oder gar nicht zu erkennen. Im Archiv: 21.

Im Archiv haben 28 der 61 Mondfinsternisse eine Kernschattenphase, die in Deutschland zumindest teilweise zu sehen ist.

Warum gibt es nicht jeden Monat eine Finsternis?

Neumond und Vollmond gibt es etwa alle 29,5 Tage (synodischer Monat). Trotzdem kommt es nicht jeden Monat zu einer Finsternis, weil die Mondbahn um rund 5° gegen die Ekliptik, die Ebene der Erdbahn, geneigt ist. Meist zieht der Mond bei Neumond knapp über oder unter der Sonne vorbei und bei Vollmond über oder unter dem Erdschatten. Eine Finsternis ist nur möglich, wenn Neumond oder Vollmond nahe einem der beiden Knoten liegen, in denen die Mondbahn die Ekliptik schneidet. Das ist zweimal im Jahr der Fall, im Abstand von knapp sechs Monaten. In diesen Finsternisperioden folgen oft eine Sonnen- und eine Mondfinsternis im Abstand von zwei Wochen aufeinander.

Weltweit gibt es jedes Jahr mindestens zwei Sonnenfinsternisse. Im Archiv von 2004 bis 2030 sind es pro Jahr 2 bis 4 Sonnenfinsternisse und 2 bis 4 Mondfinsternisse, Halbschattenfinsternisse eingeschlossen.

Der Saros-Zyklus: Finsternisse wiederholen sich

Nach 223 synodischen Monaten, das sind rund 18 Jahre und 11 Tage (genauer 6585,3 Tage), stehen Sonne, Mond und Mondknoten wieder fast genau gleich zueinander. Dieser Zeitraum heißt Saros-Zyklus. 223 synodische Monate sind fast genau so lang wie 242 drakonitische Monate, also Umläufe des Mondes von Knoten zu Knoten. Deshalb folgt auf eine Finsternis nach einem Saros eine sehr ähnliche Finsternis. Wegen des Rests von rund acht Stunden hat sich die Erde bis dahin um etwa ein Drittel weitergedreht, die neue Finsternis liegt deshalb rund 120° weiter westlich. Ein Beispiel aus dem Archiv: Die partielle Sonnenfinsternis am 19. April 2004 und die partielle Sonnenfinsternis am 30. April 2022 gehören beide zum Saros-Zyklus 119. Jede Finsternisseite im Archiv nennt ihre Saros-Nummer und verlinkt die Finsternisse derselben Reihe.

Sonnenfinsternis sicher beobachten

In die Sonne darf nie ohne geeigneten Schutz geschaut werden, auch nicht, wenn sie zum großen Teil bedeckt ist. Zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis eignen sich nur Sonnenfinsternisbrillen, die die Norm ISO 12312-2 erfüllen, und zertifizierte Sonnenfilter. Normale Sonnenbrillen, Rauchglas, belichtete Filme oder Rettungsdecken schützen nicht. Fernglas, Teleskop und Kamera brauchen einen Sonnenfilter, der fest vor dem Objektiv sitzt; Filter zum Einschrauben ins Okular sind ungeeignet. Ohne Filter ist der Blick nur während der Totalität einer totalen Sonnenfinsternis sicher und nur innerhalb der Totalitätszone. Eine Mondfinsternis ist dagegen völlig ungefährlich. Tipps zur Ausrüstung stehen in der Beobachtungspraxis.

Häufige Fragen zu Finsternissen

Was ist der Unterschied zwischen Mondfinsternis und Sonnenfinsternis?

Bei einer Sonnenfinsternis steht der Mond zwischen Sonne und Erde und wirft seinen Schatten auf die Erde; das ist nur bei Neumond möglich und nur in einem begrenzten Gebiet zu sehen. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde zwischen Sonne und Mond, der Vollmond wandert durch den Erdschatten. Eine Mondfinsternis ist überall dort zu sehen, wo der Mond gerade über dem Horizont steht, und kann gefahrlos mit bloßem Auge beobachtet werden.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland?

Die nächste in Deutschland sichtbare Sonnenfinsternis ist die totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027. In Deutschland als partielle Sonnenfinsternis sichtbar, Bedeckung der Sonnenscheibe zwischen 32 % (Hamburg) und 50 % (München). Frankfurt am Main: Beginn 10:08 MESZ, Maximum 11:08 MESZ (Größe 0,54, Bedeckung 45 %), Ende 12:11 MESZ.

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Die nächste Mondfinsternis weltweit ist die Halbschatten-Mondfinsternis am 20. Februar 2027. In Deutschland vollständig sichtbar, als Halbschattenfinsternis aber nur als schwache Abdunklung des Mondrandes erkennbar. Die nächste Mondfinsternis mit in Deutschland sichtbarer Kernschattenphase ist die partielle Mondfinsternis am 12. Januar 2028: In Deutschland vollständig sichtbar, der Mond steht während aller Phasen über dem Horizont. Die nächste totale Mondfinsternis, die in Deutschland zu sehen ist, folgt am 31. Dezember 2028.

Wann war die letzte Mondfinsternis in Deutschland?

Die letzte Mondfinsternis mit in Deutschland sichtbarer Kernschattenphase war die partielle Mondfinsternis am 28. August 2026. In Deutschland teilweise sichtbar, die partielle Phase ist nur zum Teil zu sehen. Monduntergang in Frankfurt 06:41 MESZ.

Warum gibt es eine Mondfinsternis nur bei Vollmond?

Nur bei Vollmond stehen Sonne, Erde und Mond in dieser Reihenfolge auf einer Linie, sodass der Mond in den Schatten der Erde geraten kann. Weil die Mondbahn um rund 5° gegen die Erdbahn geneigt ist, zieht der Vollmond meist knapp über oder unter dem Erdschatten vorbei. Zur Finsternis kommt es nur, wenn der Vollmond nahe einem der beiden Knoten seiner Bahn steht.

Wie oft gibt es Sonnen- und Mondfinsternisse?

Weltweit gibt es jedes Jahr mindestens zwei Sonnenfinsternisse. Im Archiv von 2004 bis 2030 sind es pro Jahr 2 bis 4 Sonnenfinsternisse und 2 bis 4 Mondfinsternisse (Halbschattenfinsternisse eingeschlossen). Von einem festen Ort aus sieht man Mondfinsternisse viel häufiger als Sonnenfinsternisse, weil eine Mondfinsternis von der ganzen Nachtseite der Erde aus sichtbar ist.

Wann ist die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland?

Die letzte totale Sonnenfinsternis in Deutschland war am 11. August 1999. Die nächste, deren Totalitätszone Deutschland erreicht, ist die Sonnenfinsternis vom 3. September 2081; ihr Kernschatten zieht über den Süden des Landes, unter anderem über Freiburg im Breisgau und Konstanz. Bis dahin sind in Deutschland nur partielle Sonnenfinsternisse zu sehen.