Sonnenfinsternis

Ringförmige Sonnenfinsternis am 22. September 2006

Freitag, 22. September 2006 · größte Finsternis 11:40 UTC (13:40 MESZ)

In Deutschland nicht sichtbar

In Deutschland nicht sichtbar.

Fakten auf einen Blick

Typ
Ringförmige Sonnenfinsternis
Größte Finsternis
11:40 UTC · 13:40 MESZ
Max. Dauer der Ringphase
7 min 9 s
Größe (Magnitude)
0,9352
Anteil des Sonnendurchmessers, den der Mond bedeckt
Breite der Zentralzone
261 km
Ort der größten Finsternis
21° S, 9° W
Sonnenhöhe 66°
Gamma
−0,4062
Abstand der Schattenachse vom Erdmittelpunkt in Erdradien
Saros-Zyklus
144
Ringförmige Zone
Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien, Venezuela

Sichtbarkeit in Deutschland

Ortszeiten in MESZ, berechnet für vier Referenzstädte. Als sichtbar gilt eine Phase, wenn die Sonne über dem Horizont steht.

StadtVerlauf
Frankfurt am Main nicht sichtbar
Hamburg nicht sichtbar
Berlin nicht sichtbar
München nicht sichtbar

Am 22. September 2006 ereignete sich eine ringförmige Sonnenfinsternis. Der Mond stand zwischen Erde und Sonne, ohne sie ganz abzudecken. Die größte Finsternis trat um 11:40 UTC (13:40 MESZ) ein, dort dauerte die ringförmige Phase 7 min 9 s. Die Größe erreichte 0,9352.

Die ringförmige Zone war 261 km breit. Sie verlief über Guyana, Suriname und Französisch-Guayana, unter anderem über New Amsterdam, Linden, Nieuw-Nickerie, Paramaribo, Saint-Laurent-du-Maroni, Kourou und Cayenne. Zur Zentralzone zählten außerdem Teile Venezuelas und Brasiliens. Insgesamt war die ringförmige Phase auf der Erde von 09:49 bis 13:32 UTC (11:49 bis 15:32 MESZ) zu sehen. Als partielle Finsternis war das Ereignis im Süden und Westen Afrikas, im Süden Nordamerikas, in Südamerika sowie über Pazifik, Atlantik, Indischem Ozean und Antarktis zu beobachten.

In Deutschland war die Finsternis nicht sichtbar.

Die Finsternis gehörte zur Saros-Reihe 144. Finsternisse derselben Reihe wiederholen sich nach rund 18 Jahren und 11 Tagen. Der Gamma-Wert von -0,4062 beschreibt den Abstand der Schattenachse vom Erdmittelpunkt in Erdradien, der negative Wert bedeutet einen Verlauf südlich davon.

Sicherheitshinweis: Eine Sonnenfinsternis darf nur mit einer geprüften Sonnenfinsternisbrille nach ISO 12312-2 oder einem zertifizierten Sonnenfilter vor der Optik beobachtet werden. Normale Sonnenbrillen, Rauchglas oder Rettungsdecken schützen nicht. Auch in der ringförmigen Phase bleibt ein gleißender Sonnenring sichtbar, ohne Filter ist der Blick zu keinem Zeitpunkt sicher.

Sonnenfinsternisse 2006 im Überblick

Datum Art Max. Dauer Zentralzone bzw. Sichtbarkeit Deutschland
29. März 2006 Totale Sonnenfinsternis 4 min 7 s Brasilien, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Niger, Türkei, Georgien, Russland, Elfenbeinküste, Kasachstan, Libyen, Mongolei, Tschad, Ägypten sichtbar
22. September 2006 Ringförmige Sonnenfinsternis 7 min 9 s Guyana, Suriname, Französisch-Guayana, Brasilien, Venezuela nicht sichtbar

Mondfinsternisse 2006: Halbschatten-Mondfinsternis am 14. März 2006 (in Deutschland sichtbar), Partielle Mondfinsternis am 7. September 2006 (in Deutschland teilweise sichtbar)

Zeitlicher Ablauf weltweit

Die Kontakte gelten für die gesamte Erde (erster und letzter Ort), nicht für einen bestimmten Beobachtungsort.

EreignisUTCMEZ/MESZ
Partielle Phase beginnt (erster Ort) 08:40 10:40 MESZ
Ringförmige Phase beginnt (erster Ort) 09:49 11:49 MESZ
Größte Finsternis 11:40 13:40 MESZ
Ringförmige Phase endet (letzter Ort) 13:32 15:32 MESZ
Partielle Phase endet (letzter Ort) 14:40 16:40 MESZ

Quellen: NASA Five Millennium Canon (Espenak/Meeus) für Typ, Saros, Gamma, Größe, Dauer und Maximum; weltweite Kontaktzeiten und Länder der Zentralzone: timeanddate.de; Ortsangaben für Deutschland berechnet mit astronomy-engine