Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis bezeichnet das astronomische Ereignis, bei dem der Mond zwischen Erde und Sonne tritt und die Sonne ganz oder teilweise verdeckt. Da Mond und Sonne am Erdhimmel nahezu gleich groß erscheinen - ein bemerkenswerter Zufall, denn die Sonne ist rund 400-mal größer, aber auch rund 400-mal weiter entfernt - kann der Mond die Sonnenscheibe exakt abdecken.

Bei einer totalen Sonnenfinsternis liegt ein schmaler Bereich auf der Erdoberfläche im Kernschatten (Umbra) des Mondes. Dieser Streifen der Totalität ist höchstens etwa 270 km breit und wandert mit Überschallgeschwindigkeit (grob 1.700 bis über 8.000 km/h) über die Erde. Innerhalb des Totalitätsstreifens wird es für kurze Zeit dunkel; die Sonnenkorona, die sonst im Licht der Sonnenscheibe unsichtbar ist, tritt als schwach leuchtender Strahlenkranz hervor. Die Totalität dauert an einem Ort höchstens 7 Minuten und 32 Sekunden.

Außerhalb des Kernschattens liegt der Halbschatten (Penumbra), wo nur eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar ist. Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis erscheint der Mond in Erdferne (nahe dem Apogäum) etwas kleiner als die Sonnenscheibe, sodass ein leuchtender Ring sichtbar bleibt. Sonnenfinsternisse können nur bei Neumond auftreten, sind aber nicht bei jedem Neumond zu beobachten, da die Mondbahn um etwa 5° gegen die Ekliptik geneigt ist.