Himmelskalender · Monatsübersicht

Sternenhimmel im Oktober 2026

Im Oktober 2026 sind am Nachthimmel mit bloßem Auge Mars, Jupiter und Saturn zu sehen, am hellsten Jupiter. Saturn steht fast die ganze Nacht am Himmel. Mars ist in der zweiten Nachthälfte und am Morgen zu beobachten. Jupiter zeigt sich am Morgenhimmel. Vollmond ist am 26. Oktober, Neumond am 10. Oktober. Highlights: Saturn in Opposition am 4. Oktober, Maximum der Draconiden um den 9. Oktober und Maximum der Orioniden um den 21. Oktober. Am Abendhimmel stehen Schwan, Kepheus, Kassiopeia und Andromeda hoch.

Alle Angaben sind mit astronomy-engine für Frankfurt am Main berechnet; an anderen Orten weichen Auf- und Untergangszeiten etwas ab. Zeiten in Ortszeit (MEZ bzw. MESZ); Höhen über dem Horizont für den 15. des Monats.

Vollmond

Mo., 26. Oktober, 05:12 Uhr

Neumond (dunkler Himmel)

Sa., 10. Oktober, 17:50 Uhr

Abendhimmel

Saturn

Morgenhimmel

Mars, Jupiter, Saturn

Sonne und Tageslänge im Oktober 2026

Am 1. Oktober geht die Sonne in Frankfurt am Main um 07:25 Uhr auf und um 19:03 Uhr unter, am 31. Oktober um 07:13 Uhr und 17:03 Uhr. Die Tage werden im Lauf des Monats insgesamt um 1 Stunde 48 Minuten kürzer.

Tag Aufgang Untergang Tageslänge
1. Oktober 07:25 Uhr 19:03 Uhr 11 h 39 min
15. Oktober 07:47 Uhr 18:34 Uhr 10 h 47 min
31. Oktober 07:13 Uhr 17:03 Uhr 9 h 50 min

Mondphasen im Oktober 2026

Die Mondphasen im Oktober 2026: Letztes Viertel am 3. Oktober um 15:25 Uhr, Neumond am 10. Oktober um 17:50 Uhr, Erstes Viertel am 18. Oktober um 18:13 Uhr und Vollmond am 26. Oktober um 05:12 Uhr. Für Sternbilder, Sternhaufen und Galaxien sind die Nächte um den Neumond am besten, weil dann kein Mondlicht den Himmel aufhellt. Für jeden beliebigen Tag: Mondphasen-Explorer.

Letztes Viertel

Letztes Viertel

Sa., 3. Oktober, 15:25 Uhr

Neumond

Neumond

Sa., 10. Oktober, 17:50 Uhr

Erstes Viertel

Erstes Viertel

So., 18. Oktober, 18:13 Uhr

Vollmond

Vollmond

Mo., 26. Oktober, 05:12 Uhr

  • Do., 1. Oktober, 22:52 Uhr · Erdnähe (Perigäum): 369.324 km
  • Sa., 17. Oktober, 00:54 Uhr · Erdferne (Apogäum): 404.632 km
  • Mi., 28. Oktober, 19:04 Uhr · Erdnähe (Perigäum): 364.397 km

Planeten im Oktober 2026

Mit bloßem Auge sind Mars, Jupiter und Saturn zu sehen. Saturn steht fast die ganze Nacht am Himmel. Mars ist in der zweiten Nachthälfte und am Morgen zu beobachten. Jupiter zeigt sich am Morgenhimmel. Am hellsten ist Jupiter mit −1,9 mag. Eine Stunde nach Sonnenuntergang (am 15. um 19:34 Uhr) steht Saturn nahe dem Horizont im Osten (rund 11°). Eine Stunde vor Sonnenaufgang (am 16. um 06:48 Uhr) stehen Mars hoch am Himmel im Südosten (rund 52°) und Jupiter hoch am Himmel im Südosten (rund 43°). Zur Stellung der Saturnringe: Mitte Oktober sind die Ringe des Saturn um rund 7° zur Erde hin geneigt. Im Teleskop erscheinen sie als schmale Ellipse. Schon im Fernglas zeigen sich neben Jupiter seine vier großen Monde als Lichtpunkte; im Teleskop werfen sie gelegentlich Schatten auf den Jupiter. Saturn in Opposition am 4. Oktober: die ganze Nacht sichtbar, größte Helligkeit, beste Beobachtungszeit des Jahres. Merkur in größter östlicher Elongation am 12. Oktober, Abendhimmel (25° von der Sonne); von Mitteleuropa aus diesmal kaum zu sehen. Mit Fernglas oder Teleskop lassen sich außerdem Uranus (+5,6 mag) und Neptun (+7,8 mag) finden. Nicht beobachtbar sind Merkur und Venus.

So ist die Tabelle zu lesen: „Sichtbar“ fasst den ganzen Monat zusammen: Für den 1., 8., 15., 22. und letzten Tag wird die Nacht vom Ende der Abenddämmerung bis zum Beginn der Morgendämmerung (am 15.: 19:06 Uhr bis 07:16 Uhr) in 30-Minuten-Schritten geprüft. Beobachtbar heißt: mindestens 8° hoch (Merkur und Venus 5°, schon ab Sonnenhöhe −4°) und mehr als 12° von der Sonne entfernt. „Zeitfenster“ gilt für den 15.; „Abend“ = Höhe eine Stunde nach Sonnenuntergang (19:34 Uhr), „Morgen“ = eine Stunde vor Sonnenaufgang (06:48 Uhr). Tagesgenau für deinen Ort: Planeten-Sichtbarkeit. Daten zu allen Planeten: Sonnensystem.

Planet Hell. Abend Morgen Sichtbar Zeitfenster am 15. Hinweis
Merkur -0.1 mag unter Horizont unter Horizont nicht beobachtbar nicht beobachtbar nur tief in der hellen Dämmerung, freie Sicht zum Horizont nötig
Venus -4.3 mag unter Horizont unter Horizont nicht beobachtbar nicht beobachtbar nur tief in der hellen Dämmerung, freie Sicht zum Horizont nötig
Mars +1.0 mag unter Horizont 52° zweite Nachthälfte und Morgen ab etwa 02:10 Uhr bis Dämmerungsbeginn
Jupiter -1.9 mag unter Horizont 43° Morgenhimmel ab etwa 03:10 Uhr bis Dämmerungsbeginn
Saturn +0.3 mag 11° unter Horizont fast die ganze Nacht ab etwa 19:40 Uhr bis etwa 05:40 Uhr
Uranus +5.6 mag unter Horizont 46° fast die ganze Nacht ab etwa 21:40 Uhr bis Dämmerungsbeginn nur mit Fernglas oder Teleskop
Neptun +7.8 mag 15° unter Horizont fast die ganze Nacht ab Dämmerungsende bis etwa 05:10 Uhr nur mit Fernglas oder Teleskop

Sternbilder im Oktober 2026

Gegen 22 Uhr stehen Mitte Oktober Schwan (71°, hoch am Himmel, nahe dem Zenit), Kepheus (70°, hoch am Himmel, nahe dem Zenit), Kassiopeia (65°, hoch im Nordosten) und Andromeda (60°, hoch im Osten) am höchsten. Im Westen sinken die Sternbilder Leier und Herkules dem Horizont entgegen. Weil die Sterne jeden Abend etwa vier Minuten früher an derselben Stelle stehen, zeigt sich dieser Anblick am Monatsanfang erst rund eine Stunde später, am Monatsende eine Stunde früher.

Auswahl: gegen 22 Uhr Ortszeit um die Monatsmitte mindestens 20° hoch. Bekannte, auffällige Sternbilder haben Vorrang; sortiert nach Höhe. Live und für deinen Ort: Sternkarte.

Herbsthimmel: Orientierung am Sternenhimmel

Am frühen Abend steht im Westen noch das Sommerdreieck aus Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Atair (Adler). Hoch im Süden folgt das Herbstviereck: Drei seiner Ecksterne gehören zum Pegasus, der vierte, Alpheratz, zur Andromeda. Von dort aus findet man die Andromedagalaxie M31, rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und eines der fernsten Objekte, die man ohne Hilfsmittel sehen kann.

Im Nordosten steigen Kassiopeia (das „Himmels-W“), Perseus und der Fuhrmann mit Kapella auf, im Osten der Stier mit den Plejaden. In der zweiten Nachthälfte ist bereits der Winterhimmel mit Orion zu sehen.

Ist der Sternenhimmel jedes Jahr gleich? Bei den Sternbildern ja: Sie stehen im Oktober jedes Jahr zur gleichen Uhrzeit an derselben Stelle, weil die Erde die Sonne in genau einem Jahr umläuft. Mond, Planeten und die Bedingungen für Sternschnuppen wechseln dagegen von Jahr zu Jahr, deshalb gelten die Termine auf dieser Seite nur für den Oktober 2026. Mehr zu den Figuren am Himmel im Lexikon unter Sternbild.

Sternschnuppen und Meteorströme im Oktober 2026

Die Draconiden erreichen ihr Maximum um den 9. Oktober (Nacht vom 8. auf den 9. Oktober); Zenitstundenrate (ZHR) variabel, meist gering, Radiant: Drache. Der Mond ist dann kaum beleuchtet und stört kaum. Die Orioniden erreichen ihr Maximum um den 21. Oktober; Zenitstundenrate (ZHR) etwa 20, Radiant: Orion. Der Mond ist dann zu rund 70 % beleuchtet und überstrahlt die schwächeren Meteore. Außerdem aktiv: Tauriden (Süd und Nord) vom 10. September bis 10. Dezember. Die meisten Sternschnuppen sieht man in der zweiten Nachthälfte an einem dunklen Ort mit freiem Himmel; die Zenitstundenrate gilt nur unter idealen Bedingungen.

Ströme, die im Oktober aktiv sind. Was eine Sternschnuppe ist, erklärt das Lexikon unter Meteor. ZHR = Zenitstundenrate, also Meteore pro Stunde unter idealen Bedingungen (Richtwert nach IMO); tatsächlich sieht man meist deutlich weniger, vor allem bei hellem Mond.

Strom Aktiv Maximum ZHR Radiant
DraconidenMaximum 6. Oktober bis 10. Oktober um den 9. Oktober (Nacht vom 8. auf den 9. Oktober) variabel, meist gering Drache
OrionidenMaximum 2. Oktober bis 7. November um den 21. Oktober etwa 20 Orion
Tauriden (Süd und Nord) 10. September bis 10. Dezember um den 5. November etwa 5, helle Feuerkugeln Stier

Himmelsereignisse im Oktober 2026: astronomische Termine

  • So., 4. Oktober, 14:12 Uhr Saturn in Opposition: die ganze Nacht sichtbar, größte Helligkeit, beste Beobachtungszeit des Jahres.
  • Mo., 12. Oktober, 12:06 Uhr Merkur in größter östlicher Elongation, Abendhimmel (25° von der Sonne).
  • Sa., 24. Oktober, 05:33 Uhr Venus in unterer Konjunktion: zwischen Erde und Sonne, unbeobachtbar.

Wann ist es im Oktober 2026 dunkel genug?

Für die Himmelsbeobachtung zählt vor allem die Dunkelheit: Mitte Oktober ist es in Frankfurt am Main etwa von 20:21 Uhr bis 06:00 Uhr astronomisch dunkel, die Sonne steht dann mehr als 18° unter dem Horizont. Helle Sterne und Planeten zeigen sich schon nach dem Ende der bürgerlichen Dämmerung, am 15. gegen 19:06 Uhr. Am dunkelsten sind die Nächte rund um den Neumond am 10. Oktober: Dann steht der Mond nachts nicht oder nur als schmale Sichel am Himmel. Was gerade jetzt am Himmel steht: Heute am Himmel.

Häufige Fragen zum Sternenhimmel im Oktober 2026

Welche Planeten sind im Oktober 2026 zu sehen?

Mit bloßem Auge sind Mars, Jupiter und Saturn zu sehen. Saturn steht fast die ganze Nacht am Himmel. Mars ist in der zweiten Nachthälfte und am Morgen zu beobachten. Jupiter zeigt sich am Morgenhimmel. Am hellsten ist Jupiter mit −1,9 mag. Mit Fernglas oder Teleskop lassen sich außerdem Uranus (+5,6 mag) und Neptun (+7,8 mag) finden.

Wann ist Vollmond im Oktober 2026?

Vollmond ist am Montag, 26. Oktober 2026, um 05:12 Uhr MEZ. Die übrigen Hauptphasen: Letztes Viertel am 3. Oktober, Neumond am 10. Oktober und Erstes Viertel am 18. Oktober.

Gibt es im Oktober 2026 Sternschnuppen?

Ja. Die Draconiden erreichen ihr Maximum um den 9. Oktober (Nacht vom 8. auf den 9. Oktober); Zenitstundenrate (ZHR) variabel, meist gering, Radiant: Drache. Der Mond ist dann kaum beleuchtet und stört kaum. Die Orioniden erreichen ihr Maximum um den 21. Oktober; Zenitstundenrate (ZHR) etwa 20, Radiant: Orion. Der Mond ist dann zu rund 70 % beleuchtet und überstrahlt die schwächeren Meteore. Außerdem aktiv: Tauriden (Süd und Nord) vom 10. September bis 10. Dezember. Die meisten Sternschnuppen sieht man in der zweiten Nachthälfte an einem dunklen Ort mit freiem Himmel; die Zenitstundenrate gilt nur unter idealen Bedingungen.

Wann ist der Sternenhimmel im Oktober 2026 am besten zu sehen?

Für die Himmelsbeobachtung zählt vor allem die Dunkelheit: Mitte Oktober ist es in Frankfurt am Main etwa von 20:21 Uhr bis 06:00 Uhr astronomisch dunkel, die Sonne steht dann mehr als 18° unter dem Horizont. Helle Sterne und Planeten zeigen sich schon nach dem Ende der bürgerlichen Dämmerung, am 15. gegen 19:06 Uhr. Am dunkelsten sind die Nächte rund um den Neumond am 10. Oktober: Dann steht der Mond nachts nicht oder nur als schmale Sichel am Himmel.

Berechnet mit astronomy-engine (VSOP87 / NOVAS C 3.1) für Frankfurt am Main. Meteorstrom-Daten: IMO Working List (Richtwerte). Sternbild-Lagen beziehen sich auf ungefähre Mittelpunkte.