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Sternkarte heute: der aktuelle Sternenhimmel
Diese Sternkarte zeigt den Sternenhimmel für heute und jetzt oder für jeden anderen Zeitpunkt: rund 140 helle Sterne mit Sternbildlinien, dazu die Planeten, Mond und Sonne für deinen Standort. Sie funktioniert wie eine drehbare Sternkarte, nur stellt sie Datum und Uhrzeit selbst ein, kostenlos im Browser und ohne App.
Voreingestellt ist Frankfurt am Main; wähle eine andere Stadt oder deinen Gerätestandort. Halte die Karte über den Kopf, Norden zeigt nach Norden. Die Mitte ist der Zenit, der Rand der Horizont.
Die Sternenkarte für heute richtet sich an Einsteiger und alle, die schnell wissen wollen, was gerade am Himmel steht. Unter der Karte erfährst du, wie du sie liest, wie du einen hellen Stern oder Planeten bestimmst und wie du eine drehbare Sternkarte einstellst. So findest du den Großen Wagen, Orion oder den hellsten Planeten in wenigen Minuten.
Zeit in der Zeitzone deines Browsers. Der Gerätestandort bleibt im Browser und wird nicht übertragen.
Wie lese ich eine Sternkarte?
Eine Sternkarte für den ganzen Himmel ist rund: Die Mitte ist der Zenit, der Punkt direkt über dir, der äußere Kreis ist der Horizont. Die beiden dünnen Ringe markieren 30° und 60° Höhe. Weil du die Karte gedanklich über den Kopf hältst, liegt Osten links und Westen rechts, also spiegelverkehrt zu einer Landkarte. So gehst du vor:
- Standort und Zeitpunkt einstellen, für den aktuellen Himmel genügt „Jetzt“.
- Das Gerät so drehen, dass die Himmelsrichtung, in die du schaust, auf der Karte unten liegt. Schaust du nach Süden, liegt das „S“ unten; der untere Kartenrand entspricht dann dem Horizont vor dir, die Mitte dem Himmel über deinem Kopf.
- Mit auffälligen Mustern beginnen: dem Großen Wagen, dem Orion oder dem Sommerdreieck. Von dort aus findest du die übrigen Sternbilder.
- Die Bildschirmhelligkeit stark reduzieren, damit sich die Augen an die Dunkelheit anpassen können.
Größere Punkte stehen für hellere Sterne. Schwache Sterne, die Milchstraße und Deep-Sky-Objekte sind nicht eingezeichnet; die Karte soll vor allem die Orientierung an den hellen Sternen erleichtern.
Wie finde ich heraus, welchen Stern ich sehe?
Stell die Sternkarte auf „Jetzt“, merk dir die Himmelsrichtung, in die du schaust, und schätze die Höhe des Sterns über dem Horizont. Dafür reicht die Hand am ausgestreckten Arm: Eine Faust deckt etwa 10° ab, ein Finger etwa 1° bis 2°. Ein heller Stern im Südosten auf rund 30° Höhe liegt auf der Karte dann auf dem äußeren der beiden dünnen Ringe, links unterhalb der Mitte, wenn Süden unten liegt.
Ruhig leuchtende, sehr helle Punkte nahe der Ekliptik sind meist Planeten; Sterne flackern in Horizontnähe stärker (Szintillation). Der hellste Stern am Nachthimmel ist Sirius mit −1,46 mag, Venus und Jupiter leuchten aber noch heller als jeder Stern. Wie die Helligkeitsskala funktioniert, erklärt der Eintrag Magnitude.
Welche Sterne und Sternbilder sind heute zu sehen?
Das hängt von Jahreszeit und Uhrzeit ab, denn der Sternenhimmel dreht sich durch die Erdrotation einmal am Tag, Sterne und Planeten gehen also wie die Sonne auf und unter, und er verschiebt sich durch den Umlauf der Erde um die Sonne über das Jahr. Der Große Wagen geht in Mitteleuropa nie unter, er ist ein zirkumpolares Muster. Für den Abendhimmel gilt grob:
| Jahreszeit | Auffälliges Muster am Abend | Helle Sterne |
|---|---|---|
| Winter | Orion, Wintersechseck | Sirius, Rigel, Aldebaran, Capella, Pollux, Prokyon |
| Frühling | Frühlingsdreieck, Löwe | Arktur, Spica, Denebola |
| Sommer | Sommerdreieck | Wega, Deneb, Atair |
| Herbst | Herbstviereck (Pegasus), Andromeda, Kassiopeia | Alpheratz, dazu Wega, Deneb und Atair im Westen |
Das Herbstviereck besteht aus drei Sternen des Pegasus und Alpheratz aus der Andromeda. In der zweiten Nachthälfte steht schon der Himmel der folgenden Jahreszeit: Wer im Herbst nach Mitternacht hinausgeht, sieht Stier und Zwillinge aufsteigen. Wintersechseck und Frühlingsdreieck kannst du oben über die Option „Wintersechseck / Frühlingsdreieck“ einblenden. Steckbriefe aller 88 Sternbilder bietet die Sternbilder-Übersicht, was im laufenden Monat am Abendhimmel steht, die Übersicht Am Himmel.
Planeten auf der Sternkarte finden
Planeten bewegen sich im schmalen Band der Ekliptik durch die Tierkreissternbilder. Die Karte berechnet ihre Positionen mit astronomy-engine und beschriftet sie; Uranus und Neptun sind darunter, aber nur mit Fernglas oder Teleskop zu sehen. Ob ein heller Planet gut steht, zeigt die Liste „Über dem Horizont“ neben der Karte. Zwei Faustregeln helfen beim Suchen:
- Merkur und Venus stehen von der Erde aus nie weit von der Sonne entfernt. Du findest sie nur am Abendhimmel im Westen nach Sonnenuntergang oder am Morgenhimmel im Osten vor Sonnenaufgang.
- Mars, Jupiter und Saturn sind um ihre Opposition herum die ganze Nacht sichtbar und stehen um Mitternacht im Süden. Saturn war am 4. Oktober 2026 in Opposition und steht im Herbst 2026 abends im Südosten; Jupiter folgt am 11. Februar 2027, Mars am 19. Februar 2027 (berechnet mit astronomy-engine).
Die Tierkreissternbilder, durch die die Planeten ziehen, sind übrigens nicht dasselbe wie die Sternzeichen: Sternzeichen teilen die Ekliptik in zwölf gleich große Abschnitte von je 30°, die Sternbilder sind unterschiedlich groß und haben sich durch die Präzession gegen die Zeichen verschoben. Ein Sternbild wie die Waage deckt sich deshalb nicht mit dem gleichnamigen Sternzeichen. Eine Tabelle für den heutigen Abend findest du unter Sternenhimmel heute, Höhe und Himmelsrichtung für jeden Moment im Live-Himmel.
Was die Sternkarte nicht zeigt: Deep Sky und Sternschnuppen
Nebel, Galaxien und Sternhaufen fehlen auf dieser Übersichtskarte, weil sie lichtschwach sind und dunkle Nächte brauchen. Die bekanntesten findest du aber über die eingezeichneten Sternbilder: die Andromedagalaxie in der Andromeda, die Plejaden im Stier, den Orionnebel unterhalb der Gürtelsterne des Orion. Wie du dich von hellen Sternen zu solchen Zielen vorarbeitest, beschreibt Starhopping, alle Objekte mit Daten zeigt der Deep-Sky-Atlas.
Auch Sternschnuppen kann keine Sternkarte vorhersagen. Bei einem Meteorstrom scheinen sie aber aus einem Punkt in einem bestimmten Sternbild zu kommen, dem Radianten: bei den Perseiden im August aus dem Perseus, bei den Geminiden im Dezember aus den Zwillingen. Mehr dazu im Eintrag Meteor. Wie viel du tatsächlich siehst, bestimmen außerdem Wetter, Mondlicht und Lichtverschmutzung.
Was ist eine drehbare Sternkarte und wie funktioniert sie?
Die drehbare Sternkarte ist das klassische analoge Werkzeug für die Himmelsbeobachtung und für den Astronomieunterricht. Sie besteht aus zwei Scheiben: Unten liegt die Sternscheibe mit einer Datumsskala am Rand, darüber eine Deckscheibe mit einem Fenster, dessen Rand den Horizont darstellt, und einer Uhrzeitskala. Dreht man das aktuelle Datum gegenüber die aktuelle Uhrzeit, zeigt das Fenster den Sternenhimmel, der gerade über dem Horizont steht.
Jede drehbare Sternkarte gilt für eine bestimmte geographische Breite, für Mitteleuropa meist um 50° Nord; für die Südhalbkugel brauchst du eine eigene Karte. Die Uhrzeitskala bezieht sich in der Regel auf die Normalzeit (MEZ); während der Sommerzeit (MESZ) ziehst du eine Stunde ab. 2026 endet die Sommerzeit am 25. Oktober. Manche Karten verlangen zusätzlich eine Korrektur für die geographische Länge: 4 Minuten je Grad Abstand vom Bezugsmeridian der MEZ bei 15° Ost. Planeten fehlen auf gedruckten Karten, weil sie vor den Sternen wandern; einige Modelle haben dafür einen Planetenzeiger oder Tabellen.
Drehbare Sternkarte kaufen: worauf achten?
- Breitengrad: Für Deutschland, Österreich und die Schweiz passt eine Karte für etwa 50° Nord.
- Größe: Große Scheiben sind besser lesbar, kleine passen in Jackentasche und Rucksack.
- Material: Kunststoff hält Tau und häufigen Gebrauch draußen besser aus als Karton.
- Extras: Planetenzeiger, Begleitheft oder vereinfachte Darstellung für Kinder.
Konkrete Modelle mit Planetenanzeige, XL-Scheibe oder für Kinder stellen wir in der Bestenliste Die besten drehbaren Sternkarten vor, auf Basis von Herstellerangaben, nicht eigener Tests.
Online-Sternkarte, App oder drehbare Sternkarte?
| Online-Sternkarte | Sternen-App | Drehbare Sternkarte | |
|---|---|---|---|
| Einstellen | automatisch nach Uhrzeit | automatisch per GPS, Kompass und Lagesensor | Datum und Uhrzeit von Hand drehen |
| Planeten und Mond | ja | ja | nein oder nur mit Zeiger |
| Installation | keine, läuft im Browser | App nötig | keine |
| Strom | Akku nötig | Akku nötig, Sensoren laufen mit | kein Strom |
| Nachtsicht | Bildschirm dimmen | oft Rotlichtmodus | mit schwachem Rotlicht ablesen |
Die Online-Sternkarte auf dieser Seite nimmt dir das Einstellen ab und zeigt Planeten, Mond und Sonne an der richtigen Stelle. Mit „Mein Standort verwenden“ nutzt sie die Position deines Handys oder Computers, die im Browser bleibt. Bekannte Programme wie Stellarium bieten zusätzlich schwache Sterne und Deep-Sky-Objekte. Die drehbare Sternkarte braucht dagegen weder Akku noch Bildschirm und eignet sich gut, um den Lauf des Himmels über die Nacht und das Jahr zu verstehen. Viele Beobachter nutzen beides.
Häufige Fragen
Wie lese ich eine Sternkarte?
Die Mitte der Karte ist der Zenit, also der Punkt direkt über dir, der Rand ist der Horizont. Dreh die Karte so, dass die Himmelsrichtung, in die du blickst, unten liegt. Dann entspricht der untere Teil der Karte dem Himmel vor dir, die Mitte dem Himmel über deinem Kopf.
Wo finde ich die aktuelle Sternkarte?
Hier auf dieser Seite: Mit „Jetzt“ zeigt die Karte den Sternenhimmel für die aktuelle Uhrzeit und den gewählten Standort. Mit den Stunden-Knöpfen oder dem Datumsfeld springst du zu jedem anderen Zeitpunkt.
Warum ist Osten auf der Sternkarte links?
Weil du die Karte über den Kopf hältst und nach oben schaust. Liegt Norden oben, steht Osten dann links und Westen rechts, genau umgekehrt wie auf einer Landkarte, auf die man von oben herabblickt.
Welche Sternkarte eignet sich für Einsteiger?
Für den Anfang reicht eine Karte mit den hellsten Sternen und Sternbildlinien, wie diese Online-Sternkarte oder eine drehbare Sternkarte für Mitteleuropa. Zu viele schwache Sterne erschweren am Anfang eher die Orientierung.
Zeigt die Sternkarte auch Planeten?
Ja. Die Online-Sternkarte berechnet die Positionen von Merkur bis Neptun sowie von Mond und Sonne für den gewählten Zeitpunkt. Auf gedruckten drehbaren Sternkarten fehlen die Planeten, weil sie ihre Position vor den Sternen ständig ändern.
Welcher helle Stern leuchtet gerade am Himmel?
Oft ist es gar kein Stern, sondern ein Planet: Venus und Jupiter sind heller als jeder Stern. Der hellste echte Stern am Nachthimmel ist Sirius mit −1,46 mag, gut zu sehen an Winterabenden tief im Süden. Welche Objekte gerade über dem Horizont stehen, zeigt die Liste neben der Sternkarte.
Kann man heute eine Planetenreihe sehen?
Stell oben „Jetzt“ ein und schau in die Liste „Über dem Horizont“: Stehen mehrere Planeten gleichzeitig über dem Horizont, liegen sie auf der Karte entlang einer gedachten Linie, der Ekliptik. Wie gut sie zu sehen sind, hängt zusätzlich von Dämmerung, Höhe und Wetter ab.
Brauche ich eine App für die Sternkarte?
Nein. Diese Sternkarte läuft im Browser auf Handy, Tablet und Computer, ohne Installation und ohne Konto. Apps mit Kompass und Lagesensor zeigen den Himmelsausschnitt, auf den du das Handy richtest; dafür brauchst du aber eine App und meist mehr Akku.
Projektion: azimutal-äquidistant (Zenit in der Mitte, Horizont am Rand, Osten links wie beim Blick nach oben). Positionen von Sonne, Mond und Planeten mit astronomy-engine (MIT); Sternkoordinaten J2000 aus den gängigen Katalogen, für eine Übersichtskarte ohne Präzessionskorrektur. Alles läuft in deinem Browser.