Messier-Katalog

Messier-Katalog bezeichnet eine von dem französischen Astronomen Charles Messier zwischen 1758 und 1781 zusammengestellte Liste ausgedehnter Himmelsobjekte, die ursprünglich dazu diente, Kometen von dauerhaften nebligen Strukturen zu unterscheiden.

Messier war begeisterter Kometenjäger und notierte alle Objekte, die bei der Kometensuche zu Verwechslungen führten. Das Ergebnis ist eine der bedeutendsten Sammlungen von Deep-Sky-Objekten. Messiers letzte Fassung von 1781 enthielt 103 Objekte; mit sieben später ergänzten Einträgen (M104 bis M110) umfasst der heutige Katalog 110 Objekte, die nach dem Buchstaben M und einer Nummer bezeichnet werden. Sie reichen von Gasnebeln über Sternhaufen bis hin zu Galaxien.

Bekannte Beispiele sind M1 (Krebsnebel, Supernova-Überrest), M31 (Andromedagalaxie, die nächste große Spiralgalaxie), M42 (Orionnebel, ein leuchtendes Sternentstehungsgebiet), M45 (Plejaden, ein offener Sternhaufen) und M87 (elliptische Riesengalaxie, von deren zentralem Schwarzen Loch das Event Horizon Telescope 2019 erstmals ein Bild aufnahm). Obwohl der Katalog aus praktischen Gründen entstand, bietet er für Hobbyastronomen bis heute eine hervorragende Beobachtungsliste: Alle 110 Objekte sind mit einem mittleren Amateurteleskop unter gutem Himmel sichtbar, einige wenige sogar mit dem bloßen Auge.