Komet

Komet bezeichnet einen Kleinkörper des Sonnensystems, der aus gefrorenem Wasser, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, weiteren Eisen in kleineren Mengen, Staub und felsigem Material besteht und sich auf einer meist stark elliptischen Bahn um die Sonne bewegt. Kometen stammen überwiegend aus dem Kuipergürtel mit der angrenzenden Streuscheibe oder aus der hypothetischen Oortschen Wolke am äußeren Rand des Sonnensystems.

Nähert sich ein Komet der Sonne, erwärmt die Sonnenstrahlung die Oberfläche des Kometenkerns - ein unregelmäßiger Körper, der meist nur wenige Kilometer misst. Dabei verdampfen Eis und flüchtige Verbindungen und bilden eine leuchtende Gashülle, die sogenannte Koma, die Tausende bis Hunderttausende Kilometer groß sein kann. Der Sonnenwind und die Strahlungsenergie drücken Material aus der Koma und erzeugen den charakteristischen Schweif, der grob von der Sonne weg zeigt.

Kometen werden nach ihrer Umlaufzeit unterschieden: Kurzperiodische Kometen mit Umlaufzeiten unter 200 Jahren wie der Halleysche Komet (etwa 76 Jahre) kehren regelmäßig zurück, langperiodische Kometen haben Umlaufzeiten von über 200 bis zu Millionen Jahren. Wissenschaftlich sind Kometen von großem Interesse, weil sie als chemische Zeitkapseln der frühen Entstehungszeit des Sonnensystems vor rund 4,6 Milliarden Jahren gelten.