Satellit

Satellit bezeichnet einen Körper, der auf einer Umlaufbahn einen anderen, massereicheren Körper umkreist. Man unterscheidet natürliche Satelliten - also Monde - von künstlichen Satelliten, die von Menschen ins All gebracht werden. In unserem Sonnensystem besitzen alle Planeten außer Merkur und Venus natürliche Satelliten; der Erd-Mond ist dabei das prominenteste Beispiel. Mars hat zwei kleine Monde (Phobos und Deimos), während der Gasriese Jupiter 115 bestätigte natürliche Satelliten besitzt (Stand 2026).

Künstliche Satelliten werden seit dem Start von Sputnik 1 im Jahr 1957 für vielfältige Zwecke eingesetzt: Telekommunikation, Wetterbeobachtung, GPS-Navigation, Erdbeobachtung und wissenschaftliche Forschung. Sie kreisen auf verschiedenen Bahnen - der erdnahen Umlaufbahn (LEO, etwa 200 bis 2.000 km Höhe), der mittleren Erdumlaufbahn (MEO) oder der geostationären Bahn in rund 35.786 km Höhe, wo ein Satellit synchron mit der Erdrotation bleibt und so scheinbar stillsteht.

Die Bahngeschwindigkeit eines Satelliten hängt von seiner Höhe ab: In der LEO beträgt sie rund 7,8 km/s, was einem Umlauf in etwa 90 Minuten entspricht. Die Zahl aktiver künstlicher Satelliten liegt inzwischen bei über 15.000 (Stand 2026), mehr als die Hälfte davon gehört zum Starlink-Netz.