Jupitermond
Jupitermond bezeichnet einen der natürlichen Satelliten, die den Planeten Jupiter umkreisen. Bislang sind 115 Jupitermonde bestätigt (Stand August 2026); nur Saturn besitzt mit 293 bestätigten Monden noch deutlich mehr. Die vier größten, Io, Europa, Ganymed und Kallisto, entdeckte Galileo Galilei im Jahr 1610 und werden daher als Galileische Monde bezeichnet. Ihre Entdeckung war ein wesentliches Argument dafür, dass nicht alle Himmelskörper die Erde umkreisen, was das geozentrische Weltbild erschütterte.
Ganymed ist mit einem Durchmesser von rund 5.270 Kilometern der größte Mond im Sonnensystem - er übertrifft sogar den Planeten Merkur in seiner Ausdehnung. Io ist der vulkanisch aktivste Körper des Sonnensystems, angetrieben durch Gezeitenkräfte Jupiters. Europa besitzt unter seiner Eiskruste wahrscheinlich einen globalen flüssigen Ozean und gilt deshalb als einer der aussichtsreichsten Kandidaten für außerirdisches Leben im Sonnensystem. Die ESA-Mission JUICE und die NASA-Mission Europa Clipper sind gezielt auf die Erforschung der Eismonde Ganymed, Europa und Kallisto ausgerichtet.
Die meisten der übrigen Jupitermonde sind kleine, unregelmäßig geformte Körper mit wenigen Kilometern Durchmesser. Viele von ihnen kreisen auf retrograden oder stark geneigten Bahnen und wurden vermutlich als Asteroiden eingefangen.