Quadratur
Quadratur bezeichnet die Stellung eines Planeten, bei der der Winkel zwischen Sonne, Erde und dem beobachteten Planeten genau 90 Grad beträgt, sodass der Planet vom Erdstandpunkt aus senkrecht zur Richtung der Sonne steht.
Die Bezeichnung stammt vom lateinischen “quadratura” (Viereck) und beschreibt geometrisch den rechten Winkel in der Dreiecksanordnung Sonne-Erde-Planet. Quadratur tritt nur bei den äußeren Planeten auf - also bei Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - weil ihre Bahnen außerhalb der Erdbahn liegen. Innere Planeten wie Venus oder Merkur erreichen stattdessen ihre größte östliche oder westliche Elongation.
Man unterscheidet östliche Quadratur, wenn der Planet 90 Grad östlich der Sonne steht, und westliche Quadratur, wenn er 90 Grad westlich steht. Bei östlicher Quadratur kulminiert der Planet etwa zur Zeit des Sonnenuntergangs und ist in der ersten Nachthälfte gut sichtbar; bei westlicher Quadratur kulminiert er gegen Sonnenaufgang und steht morgens hoch am Himmel.
Für Beobachter ist die Quadratur interessant, weil der Phasenwinkel eines äußeren Planeten dann nahe seinem Maximum liegt. Einen Halbmond zeigt dabei kein Planet: Selbst Mars ist in Quadratur noch zu rund 85 bis 90 Prozent beleuchtet und wirkt leicht unrund, die äußeren Riesenplaneten erscheinen nahezu voll. Die genauen Zeitpunkte lassen sich aus Ephemeriden entnehmen.