Juno

Juno bezeichnet zum einen den dritten entdeckten Asteroiden im Hauptgürtel zwischen Mars und Jupiter sowie zum anderen eine NASA-Raumsonde, die Jupiter erforscht. Der Asteroid (3) Juno wurde 1804 von Karl Ludwig Harding entdeckt und hat einen mittleren Durchmesser von etwa 250 Kilometern. Er besteht überwiegend aus steinigem Material mit einem hohen Anteil an Silikaten und zählt zur Klasse der S-Typ-Asteroiden.

Die NASA-Raumsonde Juno wurde 2011 gestartet und erreichte Jupiter im Juli 2016. Sie umkreiste den Planeten auf einer stark elliptischen Polarbahn, die ihr erlaubte, die dichtesten Bereiche der Strahlungsgürtel Jupiters weitgehend zu meiden und dennoch eng am Planeten vorbeizufliegen; die verlängerte Mission war bis September 2025 genehmigt. Juno untersuchte die innere Struktur Jupiters, sein Magnetfeld, seine Atmosphärenzusammensetzung und die Dynamik seiner Wolkenbänder. Ihre Schwerefeldmessungen deuten auf einen ausgedehnten, verdünnten Kern hin.

Die Sonde wird mit Solarzellen betrieben, was angesichts der großen Entfernung von der Sonne eine technische Besonderheit darstellt: Auf Jupiterbahn empfängt man nur etwa vier Prozent der Sonneneinstrahlung wie auf der Erde. Juno lieferte detaillierte Bilder der Polarregionen Jupiters und entdeckte dort komplexe polygonale Wirbelsysteme, die bis dahin unbekannt waren.