Hubble-Teleskop
Hubble-Teleskop bezeichnet das Weltraumteleskop der NASA und der ESA, das seit 1990 in einer Erdumlaufbahn betrieben wird. Anfangs kreiste es in rund 610 Kilometern Höhe, durch die Restatmosphäre ist die Bahn inzwischen auf unter 500 Kilometer gesunken. Es ist nach dem amerikanischen Astronomen Edwin Hubble benannt und gehört zu den wissenschaftlich bedeutendsten Instrumenten der Astronomiegeschichte.
Mit einem Hauptspiegel von 2,4 Metern Durchmesser kann das Hubble-Teleskop ohne atmosphärische Störungen beobachten und liefert dadurch deutlich schärfere Bilder als erdgebundene Teleskope. Es arbeitet im ultravioletten, sichtbaren und nahen infraroten Wellenlängenbereich. Nach dem Start wurde ein Fehler im Hauptspiegel entdeckt, der erst 1993 durch eine Astronautenservicemission behoben wurde. Insgesamt wurde das Teleskop durch fünf Servicemissionen mehrfach aufgerüstet und repariert, zuletzt 2009.
Zu den herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des Hubble-Teleskops zählen die präzise Bestimmung der Hubble-Konstanten, Beiträge zur Entdeckung der beschleunigten Expansion (Dunkle Energie) durch Beobachtungen von Supernovae vom Typ Ia, detaillierte Bilder des frühen Universums durch ultratiefe Himmelsaufnahmen sowie Studien der Atmosphären von Exoplaneten. Das Hubble-Teleskop hat mehr als eine Million Beobachtungen durchgeführt und mehr als 20.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen ermöglicht. Es arbeitet nach wie vor; ohne erneute Bahnanhebung wird sein Wiedereintritt in die Atmosphäre in den 2030er-Jahren erwartet.